Kindheit

Am 17. Mai 1918 wurde Märta Birgit Nilsson in der Gemeinde Västra Karup in Südschweden geboren. Man sagt, dass sie bei der Taufe sowohl Priester als auch Orgel übertönt haben soll. Birgit hatte keine Geschwister, war aber eine beliebte Freundin und Schulkameradin. Sie half bei allen Arbeiten am elterlichen Bauernhof mit, den sie nach dem Wunsch des Vaters eines Tages übernehmen sollte.

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Eine junge Birgit in den 1930er Jahren. Privatbild.

1920 übernahm Nils P Svensson den Familienhof in Svenstad. Er zog mit seiner Frau und der damals zweijährigen Tochter Birgit dort ein. Der Hof hatte sich seit dem 18. Jahrhundert in Familienbesitz befunden. Dort wohnten sie gemeinsam mit Knecht Otto und dem Pflegekind Karin, die beide zur Familie gezählt wurden. Es war eine bescheidene Kindheit ohne elektrischen Strom oder fließendes Wasser. Das gesamte Wasser für den Haushalt wurde von einem Brunnen draußen im Vorgarten geholt. Das Haus wurde mit holzbeheizten Öfen gewärmt, und Petroleumlampen spendeten abends Licht. In den 1930ern kamen die ersten Bequemlichkeiten an den Hof: er wurde elektrifiziert und Nils kaufte eine Melkmaschine. Birgit half bei allen Aufgaben am Hof mit. Diese bestanden daraus, Rüben zu verziehen, Kartoffel zu pflanzen und zu pflücken, das Heu zu machen und Kühe zu melken. Hinzu kamen ferner alle Arbeiten mit den anderen Tieren und dem Haushalt selbst. Zu Hause gab es viel Gesang und Musik in Birgits Kindheit. Es machte ihr Spaß, zu singen, und sie wollte ständig mehr lernen. Wenn Gäste zu Besuch waren, pflegte Birgit, für sie zu singen und zu spielen. Nils und Justina waren beide stolz, ihre musikalische Tochter präsentieren zu können.