Einspielungen

Laufe Birgit Nilssons langer Opernkarriere wurden mehrere ihrer Vorstellungen aufgenommen und viele Studioeinspielungen mit ihr in der Titelrolle produziert.

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Metropolitan Opera Archives

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Birgit nahm oft an verschiedenen Talkshows auf der ganzen Welt teil. Hier ist sie bei einer Fernsehaufzeichnung in Hamburg. Fotograf unbekannt.

Birgit Nilssons Karriere verlief parallel zur Entwicklung der Aufnahmetechnik. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass viel Material erhalten ist. Sie machte viele Aufnahmen für diverse Labels, Fernsehsender, Radio et cetera. Einige der Decca und Philips-Einspielungen von Wagner- und Richard Strauss-Opern mit Birgit Nilsson in der Titelrolle werden zu den allerbesten gezählt.

Erste Grammophoneinspielung

Birgit Nilssons erste Grammophoneinspielung entstand bereits im Frühjahr 1947. Es handelte sich dabei um Estrellas Arie aus Franz Berwalds Estrella de Soria. Die Aufnahme war ein Auftrag von Sveriges Radio (Schwedischer Hörfunk).

Erster Schallplattenvertrag

In den 1950er Jahren erhielt Birgit einen Plattenvertrag mit dem Label HMV ”His Masters Voice” in London. Sie boten ihr Arien- und Duettplatten sowie alle drei Brünnhilde-Partien in Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner an. Die erste Platte wurde 1957 in London eingespielt und beinhaltete sowohl deutsche als auch italienische Arien. Die zweite Platte wurde 1958 produziert und enthielt deutsche Arien. Es sollte jedoch kein Ring werden. Nach dem Vertrag mit HMV unterzeichnte Birgit nie wieder einen Exklusivvertrag.

Produktive 1960er Jahre

In den 1960ern machte Birgit Nilsson komplette Einspielungen von u.a. Beethovens Fidelio, Verdis Aida, dem Maskenball, Macbeth und Webers Freischütz. Einige ihrer legendären Aufnahmen entstanden in dieser Zeit. Ein Klassiker ist George Soltis sieben Jahre lange Studioeinspielung des Der Ring des Nibelungen unter dem Plattenlabel Decca mit Birgit Nilsson in der Rolle der Brünnhilde. Die Aufnahme des Rings begann 1958. Soltis Version von Richard Strauss‘ Elektra ist ein weiterer Klassiker. Viele Kritiker bezeichnen diese Aufnahme als beste Operneinspielung, die je gemacht wurde. Eine andere geschätzte Aufnahme Der Ring des Nibelungen wurde bei den Festspielen in Bayreuth mit Birgit Nilsson als Brünnhilde eingespielt. Karl Böhm war Dirigent. Diese Einspielung war wohl eine von Birgits persönlichen Favoriten. Eine weitere legendäre Einspielung von Bayreuth ist Tristan und Isolde mit Birgit Nilsson und Wolfgang Windgassen, auch diese mit Karl Böhm als Dirigent.

Birgit über Studioaufnahmen

”Hat man eine weiche Stimme, nicht zu groß, ausgeglichen und nicht zu expansiv in der Höhe, ist man für Mikrofone wie geschaffen. Hat man das jedoch nicht, kann man so wie ich für die Tontechniker zu einem Problem werden. Für eine dramatische Stimme wie meine, mit Stahl im Ton und Expansion in der Höhe, wurde lange Zeit dieselbe Aufnahmemethode wie am Anfang des Jahrhunderts verwendet. Bei hohen Tönen: „Geh bitte drei Schritte zurück!“ Trotz ständigen Drei-Schritte-Zurück-Gehens wurden die hohen Töne aufgrund der heruntergedrehten Lautstärke obertonlastig und komprimiert.“ – Birgit Nilsson in ihrer Autobiographie La Nilsson 1995.

Diskografie

Birgit Nilssons Diskografie umfasst alles von Live-Auftritten und ganzen Opern bis zu Soloeinspielungen, Romanzen und schwedischen Liedern. Auf The Birgit Nilsson Prize kann man eine Auswahl aus Birgit Nilssons umfangreicher Diskografie sehen: www.birgitnilssonprize.org